Aufruf für den 25. Mai: Fundis zur Hölle jagen!

Mit so genannten Gebetsvigilien und Mahnwachen setzen radikale Abtreibungsgegner*innen in ganz Deutschland Ärzt*innen, Berater*innen und ungewollt Schwangere unter Druck. In München werden diese Märsche vom Verein „Euro Pro Life“ bzw. „Helfer für Gottes kostbare Kinder“ (same shit) organisiert. Jeden Monat wackelt die Gruppe mit ihren Schildern und einer Marienikone durch München, zieht vor pro familia und betet dort. Singend und betend gegen Schwangerschaftsabbrüche… zum Kotzen.

Bild: Reflektierter Bengel

Am Samstag, den 25. Mai 2019 ist es schon wieder soweit. Die Fundis wollen wieder marschieren. Wir haben ihnen am vergangenen Wochenende bei ihrem so genannten „1000 Kreuze Marsch“ bereits gezeigt, was wir von ihren antifeministischen Positionen halten und werden dies auch am 25. tun. Wir rufen daher zum lautstarken und frechen Gegenprotest gegen radikale Abtreibungsgegner*innen auf.

Los geht es bei den Fundis mit einer Messe in der Kirche St. Paul an der Theresienwiese. Von dort aus geht es gegen 10 Uhr los. Sie laufen durch die Innenstadt in Richtung Türkenstraße vor die Beratungsstelle von pro familia, wo sie in der Regel eine Stunde beten und singen, dazwischen mal auf die Knie fallen und dann weiterwackeln in Richtung Uni.

Schließt Euch uns an und kommt um 10 Uhr zur Kirche oder um 10:45 Uhr an die Beratungsstelle von pro familia. Knüpfen wir ans das tolle Protestwochenende an und jagen die Fundis zum Teufel.

Entschlossener und bunter Gegenprotest gegen reaktionäre Fundamentalist*innen

Was für ein Wochenende! Wir für unseren Teil sind noch am Verarbeiten, möchten Euch aber schon einmal einen ersten Nachbericht zu den Geschehnissen der vergangenen Tage liefern. 

Zuallererst geht ein fettes DANKE raus an alle, die am Freitag und Samstag mit uns auf der Straße waren! Ihr habt den Fundis buchstäblich die Hölle heiß gemacht und ihnen mehr als deutlich gezeigt, was wir von ihren menschenverachtenden Positionen halten. Ihr wart und seid einfach großartig! 

Danke auch an die vielen vielen Menschen und Gruppen, die uns ihre Solidarität auf vielfältige Art und Weise gezeigt und unterstützt haben. Euer Support bedeutet uns sehr viel!

Queerfeministische Vorabenddemo – Glitzer, Musik und eine Diskokugel 

Mit mehreren Hundert Menschen – und einer Diskokugel 😉 – zogen wir am Freitagabend mit einer queerfeministischen Demonstration durch die Münchner Innenstadt und eröffneten so mit lauter Musik, toller Stimmung und viel Glitzer das Aktionswochenende. 

Bild: Reflektierter Bengel

Wir haben gemeinsam ein starkes Zeichen für sexuelle Selbstbestimmung und reproduktive Rechte gesetzt und klare Kante gegen antifeministische Positionen gezeigt. Los ging es am Karl-Stützel-Platz durch die gut besuchte Innenstadt zum Gärtnerplatz, wo wir eine Ehrenrunde drehten und eine Zwischenkundgebung abhielten. Mit Flyern und Redebeiträgen informierten wir Passant*innen über unsere Anliegen. Die Reden und Infotöne der zwei Tage findet Ihr hier zum Nachhören bzw. -lesen. 

Absolutes Highlight des Abends war die Soliaktion am Kafe Marat. Aber seht selbst….

Pyro und Rauch am Kafe Marat. Bild: Reflektierter Bengel

Der Aktionssamstag – Entschlossener Protest gegen rund 120 Fundamentalist*innen

Am Samstag, dem Tag des so genannten „1000 Kreuze Marsches“, folgten erneut mehrere hundert Aktivist*innen aus ganz Bayern und Österreich unserem Aufruf und demonstrierten gegen den Aufmarsch radikaler Abtreibungsgegner*innen. 

Die selbst ernannte „Lebensschutz“-Bewegung will in die Offensive. Ihr Hauptziel ist es Schwangerschaftsabbrüche zu verunmöglichen, was zur Folge hätte, dass noch mehr Menschen an den Folgen unsicherer Abbrüche sterben oder schwerwiegende Komplikationen erleben müssten. Denn Abtreibungen hat es immer gegeben und wird es immer geben. Würden die selbst ernannte „Lebensschützer*innen“ ihre Ziele erreichten, wäre das eine Katastrophe. 

Vom USK umstellte Sitzblockade in der Prinzregentenstraße. Bild: Reflektierter Bengel

Gegen diese menschenverachtende Ideologie haben wir mit unseren Protesten an diesem Wochenende ein deutliches Zeichen gesetzt. Der Aufzug der Abtreibungsgegner*innen wurde fortlaufend von lautstarkem Protest begleitet. In der Prinzregentenstraße wurde der Marsch durch ca. 30 Aktivist*innen mit einer Sitzblockade kurzzeitig aufgehalten. Die Blockade wurde von der Polizei zum Teil geräumt, die Fundis an der Blockade vorbei geführt. Auf der Luitpoldbrücke wurden die Teilnehmer*innen des „1000 Kreuze Marsches“ von Aktivist*innen gestört. Eine davon wollte die Rosenzeremonie etwas beschleunigen und die Rosen mitsamt Transportmittel in die Isar befördern. Leider gab es hier zwei Festnahmen, die beiden Genossinnen wurden noch am gleichen Tag wieder freigelassen. 

Festnahme einer Aktivistin auf der Luitpoldbrücke. Bild: Reflektierter Bengel

Die Münchner Polizei – planlos und menschenverachtend

Überschattet wurden die Proteste von zahlreichen Fällen teils massiver Polizeigewalt. Der gesamte Polizeieinsatz wirkte von Beginn an unkoordiniert und planlos. Immer wieder rannten Cops kopflos durch die Gegend und Menschen über den Haufen. Die komplette Planlosigkeit der Einsatzleitung führte wohl dazu, dass die durchaus zahlreich eingesetzten Beamt*innen von Bereitschaftspolizei und Unterstützungskommando (USK), kritische Situationen nur noch mit peinlichen Brunftschreien, körperlicher Gewalt oder dem Schlagstock lösen konnten. Wir haben zahlreiche Übergriffe gegen Aktivist*innen und Pressevertreter*innen beobachtet, es gab mehrere leicht Verletzte. 

Polizei mit Schlagstockeinsatz gegen NIKA-Kundgebung. Bild: Reflektierter Bengel

Die menschenverachtende Aussage eines Beamten, er würde gerne mit dem Flammenwerfer gegen Feminist*innen vorgehen, reiht sich nahtlos ein in die Geschehnisse des gestrigen Tages. Wir werden das gemeinsam nacharbeiten und gegebenenfalls auch rechtliche Schritte gegen die Einsatzleitung sowie einzelne Beamt*innen einleiten. 

Quelle: Robert Andreasch

Wenn Ihr Polizeigewalt erfahren habt und darüber sprechen wollt, dann meldet Euch bei Out of Action (München) und/oder kommt am kommenden Mittwoch (15.5.) ab 18 Uhr in den Infoladen im Kafe Marat. Wir möchten dort einen Raum schaffen, in dem wir über das Erlebte am Wochenende sprechen, uns austauschen oder einfach nur zuhören können.

Wenn Ihr im Zuge der Proteste Post von den Repressionsbehörden bekommen solltet, meldet Euch bei Eurer lokalen Antirepressionsstruktur (z. B. Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe München). 

Wir werden auch versuchen einen Antirepressionstopf aufzumachen, um Euch bei etwaigen Geldstrafen unterstützen zu können. Wer uns dabei unterstützen möchte, kann dies noch bis zum 21. Mai 2019 auf Leetchi tun. 

Was bleibt?! 

Was aber vor allem hängen bleibt, ist unsere Freude darüber, dass an diesem Wochenende so viele Menschen gemeinsam mit uns auf die Straße gegangen sind. Denn gerade in Zeiten, in denen sich das politische und gesellschaftliche Koordinatensystem nach rechts verschiebt, wo rechte Parteien Stimmung gegen den Feminismus machen und radikale Abtreibungsgegner*innen uns das Recht auf Selbstbestimmung absprechen möchten, haben wir ein deutliches Zeichen gegen den reaktionären Backlash gesetzt. 

Weitere Informationen und Links: 

Unsere Solidarität gegen ihre Aggression

Kraftvolle Proteste gegen radikale Abtreibungsgegner*innen liegen hinter uns. Hunderte Menschen sind gemeinsam in München auf die Straße gegangen, um ein Statement für sexuelle Vielfalt und reproduktive Rechte zu setzen. Leider wurden die Proteste wie so oft von massiver Polizeigewalt begleitet.

Gemeinsam kämpfen heißt für uns nicht nur auf Demos zusammenzustehen, sondern auch den emotionalen Folgen von Repression solidarisch zu begegnen.

Darum kommt am kommenden Mittwoch in den Infoladen im Kafe Marat. Wir möchten dort einen Raum schaffen, in dem wir über das Erlebte am Wochenende sprechen, uns austauschen oder einfach nur zuhören können.

Wann: am Mittwoch, den 15.5.2019 ab 18 Uhr
Wo: im Infoladen vom Kafe Marat (Thalkirchnerstr. 102) 

Pro Choice München und Out of Action München

Gemeinsam sind wir stark! Soligrüße anderer Gruppen…

Zwei intensive Tage liegen hinter uns! Viele tolle Menschen haben in München gefeiert, demonstriert und gekämpft … wofür? Für vieles! Unter anderem dafür, dass Menschen die ungewollt schwanger sind nicht mehr länger gegängelt und kriminalisiert werden. Dass Menschen, die nicht ins vermeintlich normale zweigeschlechtliche Weltbild passen endlich selbstbestimmt leben und sich entfalten können. Dass Menschen lieben dürfen wen sie eben lieben. Und so vieles mehr…

Doch die Tage waren nicht nur toll. Wir haben vor allem am Samstag erfahren müssen, was es bedeutet, sich gegen Antifeminist*innen zu stellen. Es waren nicht nur die rund 120 Fundis, die uns wieder einmal ihr reaktionäres Gesicht zeigten. Es war auch die buchstäbliche Staatsgewalt, die uns wieder mal zeigte, dass der Weg zur befreiten Gesellschaft noch ein weiter ist.

In Zeiten wie diesen ist Solidarität und Vernetzung ganz besonders wichtig, denn zusammen sind wir stärker. Umso mehr freut es uns, dass verschiedene Gruppen  uns auf verschiedenen Wegen Solidaritätsbekundungen und Grüße geschickt haben.

Wir möchten diese hier mit Euch teilen, denn sie geben uns Hoffnung und Euch hoffentlich nun auch.

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Bring die Action! Die Aktionskarte für den 11. Mai

Am Samstag, den 11.5. treffen wir uns ab 13 Uhr vor der Frauenkirche. Damit ihr wisst, wo es danach hingehen könnte, haben wir Euch eine Aktionskarte zusammengestellt. Ihr bekommt sie in gedruckter Form bei allen drei am Samstag angemeldeten Kundgebungen. 

Die Karte als PDF zum Download.

Wie Ihr seht, ist ein Ermittlungsausschuss (EA) geschalten, Ihr erreicht ihn unter der 089 448 9638. Bitte meldet Euch unbedingt wieder beim EA ab, wenn Ihr aus der Gefangenensammelstelle (Gesa) entlassen werdet! 

Eure Bezugsgruppe (was das ist, findet Ihr in unserem Demo 1×1) hat ein Smartphone? Dann könnt Ihr Euch via Twitter unter dem Hashtag #muc1105 aktuelle Informationen einholen und teilen. Der „offizielle“ Account ist: @asa_muenchen. 

Wir wünschen Euch viel Erfolg und Spaß auf der Straße! Passt auf Euch und einander auf. 

Alerta, alerta Antisexista! 

Informationen zu den Protesten gegen den „1000 Kreuze Marsch“ in München am 11.5.

Die Zeit rennt! Schon in sieben Tagen, am 11. Mai 2019, sehen wir uns hoffentlich alle auf der Straße, um klare Kante gegen reaktionäre Kreuzträger*innen zu zeigen?! Hier kommen einige Informationen dazu, was Euch am Samstag erwartet. 

Hier ist die Aktionskarte mit den wichtigsten Punkten und natürlich der Route der Fundis am 11.5.


Die Abtreibungsgegner*innen werden ihren Marsch mit einer Messe in der Frauenkirche beginnen. Darum hat das Pro Choice Bündnis ab 13 Uhr direkt am Dom bzw. der Frauenkirche, eine Kundgebung angezeigt. Weitere Kundgebungsorte sind am Haus der Kunst (organisiert vom Frauen*streik München) und auf der Luitpoldbrücke (organisiert von NIKA Bayern). Beide Kundgebungen starten um 14:30 Uhr.  

Für die Rosenzeremonie wollen Hering und seine Schäfchen auch in diesem Jahr auf die Luitpoldbrücke. Von dieser springen sie leider nicht herunter, sondern werfen im Zuge einer so genannten „Rosenzeremonie“ Blumen ins Wasser, klingeln mit einer Glocke und rufen random irgendwelche Namen. Im letzten Jahr wollten sie für dieses fragwürdige Spektakel auf die Luitpoldbrücke abziehen, was wir glücklicherweise zu verhindern wussten (hier findet ihr einen Nachbericht zu den Protesten 2018).

Weitere Informationen: 

Zugtreffpunkte
Gemeinsam mit Genoss*innen anzureisen ist doch am schönsten. Es gibt Zugtreffpunkte aus Augsburg, Nürnberg, Passau und Rosenheim. Alle Informationen findet ihr hier. 

Vorbereitung
Bereitet euch gut vor auf den Tag und schaut euch wenn möglich dieses Demo 1×1 an. Am Tag selbst wird es einen Ermittlungsausschuss (EA), den ihr unter der Nummer 089 4489638 (die Nummer wenn’s kracht 😉) erreicht. Notiert Euch die Nummer am besten wasserfest da, wo man sie Euch nicht wegnehmen kann.  

Alles für den lautstarken Gegenprotest 
Ihr wollt die Fundis so richtig nerven? Fein! 🙂 Dann besingt sie mit versauten Liedern oder sucht Euch ein paar passende Parolen aus unserem Parolenzettel heraus.

Support
Ihr wollt unsere Arbeit unterstützen?! Top! Das könnt ihr einerseits machen, indem ihr zahlreich auf die Straße geht. Ihr könnt uns aber auch finanziell ein wenig unter die Arme greifen und uns auf Leetchi etwas Kohle da lassen.

Noch eine Woche! Updates zur queerfeministischen Demo am 10. Mai in München

Heute in einer Woche ist es soweit – wir gehen auf die Straße, um ein Zeichen gegen antifeministische Arschlöcher, selbst ernannte „Lebensschützer*innen“ und christliche Fundamentalist*innen zu setzen. 

Es ist also höchste Zeit, Euch noch einige Informationen zu unserer queerfeministischen Demonstration am 10. Mai zu liefern…Here we go: 

  • Los geht es um 19:30 Uhr am Alten Botanischen Garten, wo es eine kurze Auftaktkundgebung geben wird. Von dort aus laufen wir durch München … vorbei am Stachus und Sendlinger Tor, rein ins Glockenbachviertel und von dort aus in Richtung Kafe Marat. Zwischenkundgebungen gibt es am Lenbachplatz und am Gärtnerplatz. 
Geplante Route der Demonstration am 10. Mai 2019
  • Bitte beachtet, dass ganz vorne ein FLINT-Block laufen wird. Wer sich nicht als Frau, Lesbe, inter, nicht-binär oder trans identifiziert/ bezeichnet, möge sich bitte dahinter einreihen. Ganz vorne wird es organisierte Reihen geben. 
  • Vorbereitet auf eine Demo zu gehen ist das A und O. Dafür haben wir Euch hier ein Demo 1×1 mit allen Informationen zusammengestellt. 
  • Ihr braucht noch ein Transpi oder Schild für die Demo? Morgen (Samstag, den 4.5.) treffen wir uns um 11 Uhr zum Malen und Basteln im Kulturladen Westend (Ligsalzstraße 44, 80339 München). 
  • Aktuelle Informationen findet Ihr auf dem Twitter-Account der Antisexistischen Aktion München sowie unter den Hashtags #muc1005 (am 10.5.) und #muc1105 (am 11.5.)
  • Wir bitten Euch außerdem darum, Parteifahnen an diesem Abend daheim zu lassen.

Wir freuen uns sehr auf Euch alle und einen bunten, lauten und queeren Abend voller Glitzer, Musik und guter Laune! Denn von reaktionären Scheißern lassen wir uns die Laune sicher nicht verderben!

Alerta Alerta, Antisexista!

Zugtreffpunkte!

In diesem Beitrag veröffentlichen wir Zugtreffpunkte für die gemeinsame Anreise aus anderen Städten. Meldet euch gerne bei uns, wenn ihr von weiteren Treffpunkten wisst:

10. Mai 2019

Salzburg: 16:50 Uhr, Hauptbahnhof (vor dem Haupteingang)

11. Mai 2019

Augsburg: 10:54 Uhr, Bahnhof
Nürnberg: 10:45 Uhr, Mittelhalle vom Hauptbahnhof (vor dem Infopoint)
Passau: 10 Uhr, Hauptbahnhof
Rosenheim: 11:15 Uhr, Bahnhof

 

19.4.: Herzliche Einladung zu unserem Mobivortrag im Kafe Marat

Im Rahmen des Freitagskafes werden wir vom Pro Choice München Euch auf die Proteste und Aktionen im Mai einstimmen, einen kurzen Überblick über die so genannte „Lebensschutz“-Bewegung in München geben und im Anschluss bei einem leckeren Getränk für Fragen rund um die Proteste zur Verfügung stehen.

Wann: Freitag, 19.4.2019
Wo: Kafe Marat, Thalkirchner Str. 102, 80337 München

Aufruf zu den Aktionen gegen den „1000 Kreuze Marsch“ 2019

IHR KÖNNT UNS KREUZWEISE!

Radikale Abtreibungsgegner*innen planen am 11. Mai 2019 erneut einen Marsch der „1000 Kreuze für das Leben“ durch die Münchner Innenstadt, um so gegen Schwangerschaftsabbrüche zu protestieren. Auf diese antifeministische Hetze haben wir keinen Bock! Darum laden wir euch ein, am 10. und 11. Mai 2019 mit uns auf die Straße zu gehen.

Am 10. Mai feiern wir UNSER LEBEN & UNSERE ENTSCHEIDUNGEN und tragen unsere queerfeministischen Positionen auf die Straße. Mit viel Glitzer, Flitter und Musik demonstrieren wir gegen fade, graue Normen. Los geht es um 19 Uhr am Alten Botanischen Garten (Karl-Stützel-Platz). Am 11. Mai sabotieren wir die selbst ernannten „Lebensschützer*innen“ unter dem altbekannten Motto: IHR KÖNNT UNS KREUZWEISE! Es wird verschiedene Kundgebungen und Aktionen geben, um den Fundamentalist*innen den Tag so richtig zu versauen.

In Zeiten rechter Massenmobilisierungen gilt es zusammenzuhalten und Erkämpftes zu verteidigen. Denn die selbst ernannte „Lebensschutz“-Bewegung profitiert maßgeblich vom Rechtsruck und verbreitet mit ihren Vorstellungen der heterosexuellen, weißen Kleinfamilie gleichzeitig bewusst (extrem) rechte Positionen. Mit den so genannten „1000 Kreuze Märschen“ fordern sie ein generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und verbreiten ihr christlich-fundamentalistisches Weltbild. Sie geben vor, „für das Leben“ zu sein, vertreten vermeintlich die „Kultur des Lebens“… das ist blanker Hohn angesichts der vielen tausend Menschen, die jedes Jahr weltweit an den Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs sterben und der rund sieben Millionen Menschen, die schwerwiegende Komplikationen erleben, weil sie keinen Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen haben.

Pro Choice bedeutet nicht pro Abtreibung! Doch die Welt in der Abbrüche nicht mehr vorkommen, gibt es nicht. Abtreibungen hat es schon immer gegeben und wird es immer geben. Darum kämpfen wir dafür, dass ungewollt Schwangere eine Entscheidung treffen können, ohne von radikalen Fundamentalist*innen unter Druck gesetzt, von der Gesellschaft stigmatisiert oder vom Staat kriminalisiert zu werden.  Die ekelhaften Positionen selbst ernannter Lebensschützer*innen dürfen nicht unwidersprochen bleiben – egal ob in Berlin, Salzburg, Bern, München oder sonstwo auf der Welt.

Darum lasst uns am 10. und 11. Mai gemeinsam auf die Straße gehen.  Wir leben wie wir wollen und wir entscheiden wie wir wollen!  

WIR WOLLEN:

  • Ein Umdenken in der Gesellschaft! Es darf keine Rolle spielen,
  • ob Menschen mit oder ohne Behinderung auf die Welt kommen. Wir sind gegen eine normative Selektion durch pränatale Diagnostik.
  • welche Sexualität, Geschlechtsidentität- und welchen Ausdruck du lebst. Die sogenannte „Konversionstherapie“ ist Folter.
  • ob Menschen intergeschlechtlich oder trans-maskulin sind, wenn sie schwanger sind, müssen ihnen Beratungsstellen offen stehen.

Und wir fordern,

  • die sofortige Streichung der Paragraphen 218 und 219a StGB. Die Kriminalisierung von Schwangeren und Ärzt*innen muss endlich aufhören.
  • mehr Kliniken und Praxen, in denen ein Abbruch vorgenommen werden kann.
  • die volle Kostenübernahme von Schwangerschaftsabbrüchen durch die Krankenkassen.
  • dass Schwangerschaftsabbrüche verpflichtender Teil der medizinischen Ausbildung werden.
  • dass Ärzt*innen Abbrüche nicht mehr ohne die Angabe von Gründen verweigern können
  • den kostenlosen Zugang zu Verhütungsmitteln.